Direkt zum Inhalt

Dein Lippstadt digital!

Der letzte Tag

Sommerferien

Sommerferien. Wir erinnern uns noch ganz gut an das Gefühl am letzten Schultag wenn uns nur noch die Zeugnisvergabe von sechs langen Wochen Freiheit trennte. Sechs Wochen, die uns damals wie eine kleine Ewigkeit vorkamen.

 

Diese Unruhe, die uns erfasste, wenn wir daran dachten, was man in den sechs Wochen alles unternehmen konnte. Dieses ungeduldige Fernweh, das sich sofort ausbreitete, wenn wir uns über die bevorstehenden Urlaube unterhielten. Der Konkurrenzkampf darum, wer die lässigsten Fernziele ansteuerte. Die USA, Australien, Malediven oder karibischen Inseln garantierten den höchsten Coolnessfaktor. Je weiter, desto besser. Mit dem Mittelmeer konnte man auch noch trumpfen. Nord- und Ostseeferien eigneten sich schon nicht mehr so gut zum Angeben. Und dann gab es da noch die, die zur Stadtranderholung geschickt wurden. Einige Wochen mit Spiel, Spaß, Spannung und Großküchenkartoffelbrei. Wir nannten es „Stadtrand-Bus-Abholung“, weil man gefühlt die meiste Zeit im Bus verbrachte, der an jedem Kieselstein anhielt, um alle Kinder morgens aufzulesen und abends wieder abzusetzen.

 

Took the long way home

 

Der Notenschnitt entschied an diesem letzten Schultag oft über die Dauer des Nachhausewegs. Mit einem vorzeigbaren Zeugnis lohnte sich ein zeitiges Auftauchen bei den Eltern und Großeltern. Die belohnende Finanzspritze wartete schon und wollte schnell investiert werden. Wenn die Mathe- und Englischnote zusammengenommen einen zweistelligen Wert ergab, trödelte man, machte noch einen Umweg zum Kiosk oder leistete den Buskindern selbstlos und solidarisch Gesellschaft, bis man allein an der Haltestelle zurückblieb.

 

Sommerferien: die große Pause

 

Egal, wie dieser letzte Schultag ausfällt – er ist immer auch der erste Tag. Der erste Tag einer großen Pause. Ganz ohne Schulhof und Aufsicht. Eine Pause von der Alltagsroutine, von frühmorgendlichem Automatismus und spätabendlichem schlechten Gewissen, wenn man wieder zu lange aufgeblieben ist. Eine Pause, die nach Sonnencreme, gemähtem Rasen, Frittenfett, Chlor und regennassen Straßen riecht. Die sich nicht an Stundenplänen orientiert und keine Hausaufgaben erfordert.

Liebe Schüler, die einzige Hausaufgabe, die wir euch aufgeben, ist, diese sechs Wochen so zu nutzen, dass ihr noch Jahre später mit euren besten Sommergeschichten jegliche lahme Party in Fahrt bringt.

Und los!


Zurück zur News-Übersicht